Samhain 2008
Diesmal war Jan auch schon ein wenig verkleidet (da es hautpsächlich ja ein Kinderevent ist, laufen die meisten Kids verkleidet dort rum) mit Hexenhut und Umhang:

Und hier die Kürbisgeister:




Und hier die Kürbisgeister:





Zur Feier des Tages haben wir uns chic gemacht:

Jan hat gleich Freundschaft mit dem Hund anderer Gäste geschlossen und wollte "Aika" am liebsten gar nicht mehr alleine lassen.

Für die Unterhaltung der Kinder war auch bestens gesorgt. Eine nette Clown-Dame hat ihnen die Gesichter bemalt und Figurenballons gemacht.
Eine ganze Maske wollten wir für Jan noch nicht, aber so ein paar Luftballons waren schon ok. Er hat beim Bemalen auch superstill gehalten und sich nachher stolz im Spiegel begutachtet!




An Luftballons bekam er zwei Hunde und einen Löwen an der Leine, wobei es aber nur Fotos vom Löwen gibt.



Für das leibliche Wohl sorgte Roland's Grill mit knusprigen Grillhähnchen, Schweinshaxen und SpareRibs.
Allerdings gab es mit dem Wagen zum Schluß noch eine Aufregung: beim Rausfahren vom Grundstück hat der Wagen sich in der doch noch feuchten Wiese festgefahren.

Alle haben geschoben, doch nichts bewirken können.

Selbst Jan's tatkräftiger Einsatz konnte den Wagen einfach nicht bewegen!

Gerettet hat ihn nachher sein Kollege, der ihn mit einem Geländewagen rausgezogen hat.
Jan war dann aber der Meinung, daß das im Rasen hinterlassene Loch äußerst unattraktiv sei und hat sich direkt ans Zuschaufeln begeben.




Deutsch-französische Teamwork:

(Meine Schulfreundin ist Halb-Französin, so daß entsprechend auch ganz viele französische Gäste anwesend gewesen sind.)



















Mal schauen, welche Kräuter ich im Laufe der Zeit hier noch entdecken werde. Gestern ist mir schon das Echte Labkraut untergekommen und ich habe schnell vor dem Mähen noch etwas davon mitgenommen. Der Duft ist ja einfach nur traumhaft! Die Zweiglein trocknen nun in unserem Schlafzimmer und der ganze Raum duftet danach.
Außerdem habe ich gestern eine weitere freudige Entdeckung gemacht: unsere Hasel schlägt aus!!! Offen gesagt hätte ich damit nicht gerechnet. Andreas hat im letzten Herbst von einer Arbeitskollegin 2 Haselsträucher bekommen. Als er sie hier angebracht hat, war ich fast dagegen, uns überhaupt die Mühe des Einpflanzens zu machen und letztendlich haben wir (nun leider!) auch nur einen Strauch in die Erde gebracht. Dort stand er nun die ganze Zeit als "Strauchruine" und Andreas war fast soweit, ihn wieder rauszuschmeißen. Tja, und gestern nun das:


Ich find's total klasse und freu mich, zumal ich Hasel sehr mag.
Unsere im Frühjahr gepflanzten Obstbäume sind ebenfalls angegangen.
Hier Bilder vom Pflanzen seinerzeit - wir wurden mittendrin noch eingeschneit:

Und dieses Bild ist dann gestern entstanden: Jan am Pflaumenbäumchen.


Besonders gefreut habe ich mich darüber, daß wir nun doch endlich ein, zwei Stellen mit Johanniskraut entdeckt haben. Ich hatte schon befürchtet, das wüchse hier nicht! Doch beim Nachbarn wurden wir dann fündig. Hehe, was klasse ist: er hat ja bei uns nebenan nur seine zwei Hallen, für die er händeringend eine Käufer sucht und die wir gerne kaufen würden, nur will er definitiv (noch) zu viel Geld dafür haben. Jedenfalls hat er halt diese beiden Hallen und kümmert sich weder um selbige noch um das dazugehörige Grundstück, so daß es arg verwildert ist. Er ist in dem festen Glauben, uns damit zu ärgern *kicher* Vielleicht gut, daß er nicht weiß, daß er uns genau damit eine Freude macht und wir dankbar die Wildkräuter aufnehmen ;)
Beifuß in rauhen Mengen, Schafgarbe, Rotklee, Hornklee und nun endlich auch Johanniskraut - wobei bis auf das Johanniskraut auch alles bei uns zahlreich vertreten ist.

Die langstieligen Kräuter habe ich gestern gleich gebunden und zum Trocknen aufgehängt. Rotklee- und Rosenblüten liegen ausgebreitet auf Papier und trocknen vor sich hin.
Die Erdbeeren haben wir uns mit Sahne schmecken lassen *jamjam*
Und wie wir den heutigen Tag verbracht haben, werde ich später in meinem Blog berichten. In jedem Fall war es seeeehr entspannt :)

Die Zeit ist irre schnell vergangen und als wir uns auf den Heimweg machten, war dann schon später Nachmittag, so daß wir erst gegen 20 Uhr wieder zu Hause gewesen sind. Auf der Heimfahrt überkam uns ein plötzliches Hungergefühl und so beschlossen wir spontan am Abend noch zu grillen.
Es war zwar arg fleischlastig, aber in jedem Fall sehr lecker:

Und so sah unser spontaner Mittsommer-Tisch aus:

Die im vorhergegangenen Beitrag erwähnten Blütensträußchen habe ich, nachdem ich die Blumen und Kräuter mit Jan zusammen gepflückt hatte, dann auch noch gebunden. Eines wurde an unserem "Türbesen" befestigt (siehe Foto), eines hängt am Nebeneingang und zwei sind an die Scheune gekommen.

Nach dem Grillen wurde die Grillschale dann zur Feuer- und Räucherschale in der wir unser Mittsommerfeuer entzündet und einige Kräuter (u.a. frischen Beifuss) verräuchert haben.


Andreas ist gegen Mitternacht mit Jan schlafen gegangen, doch ich habe die wirklich angenehme Nacht noch bis zum frühen Morgen draußen verbracht - umgeben von unseren Katzen und dem Kleinen Volk, das natürlich auch seine Gabe bekommen hat. Wie gesagt: schön war's!

Morgen werden wir Mittsommer im Kreise lieber Freundinnen mit ihren Kindern feiern. Ich freu mich drauf!!!
Und ich hoffe gaaaaanz doll auf gutes Wetter - eigentlich auf SEHR gutes Wetter ;) - denn ich würde dann gerne abends bei uns noch ein Mittsommerfeuer entzünden und einen Teil der Nacht draußen verbringen.
Außerdem werde ich mit Jan ein Sonnenwendsträußchen binden, welches einen Gesundheitszauber fürs neue Jahr bergen, Kraft und Stärke bringen soll. Beifuß, Kamille, Holler, Lavendel, Rose und Thymian haben wir hier auf den Wiesen. Zur Sonnenwende gehört ja wohl auch noch Johanniskraut, aber das habe ich leider noch nicht gefunden.
Abgesehen von einem Sträußchen lässt sich aus Johanniskraut, Margeriten und Klee gut ein kleiner Kranz binden, den man unter das Kopfkissen legt und der vor Krankheiten schützt. Auch kann man einen solchen Kranz zum Schutz der Haustiere und der Hausgenossen in die Fenster hängen.
Ein Gedicht zur Sonnenwende habe ich ebenfalls gefunden:
Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.
Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft'gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl."
Und pünktlich zu Mittsommer färben sich die ersten Johannisbeeren:
