Mittwoch, 5. März 2008

Die Tulpe

Dunkel
war alles und Nacht.
In der Erde tief
die Zwiebel schlief,
die braune.
Was ist das für ein Gemunkel,
was ist das für ein Geraune,
dachte die Zwiebel,
plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben
und jauchzen und toben?
Von Neugier gepackt,
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
und um sich geblickt
mit einem hübschen Tulpengesicht.
Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Josef Guggenmos
Photobucket

Für die Tulpe fällt mir auch noch ein einfacher Basteltipp ein:
Stengel und Blätter aufmalen und für den Blütenkopf einen Händeabdruck auf's Papier bringen.
Hm, wenn ich es schaffe, mach ich das am WE mal und zeig dann auch Fotos.

Oder guckt mal HIER, das ist doch auch eine tolle Idee!

Winter ade

Das singen wir derzeit immer ;)

1. Winter, ade ! Scheiden tut weh.
Aber dein scheiden macht,
daß mir das Herze lacht,
Winter, ade ! Scheiden tut weh.

2. Winter, ade ! Scheiden tut weh.
Gerne vergeß ich dein,
kannst immer ferne sein.
Winter, ade ! Scheiden tut weh.

3. Winter, ade ! Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade ! Scheiden tut weh.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Imbolc

Nun steht schon Imbolc vor der Tür und ich bin fleissig beim Frühjahrsputz. Alter Mief raus, alles gründlich "durchfegen" und am Wochenende wird dann mit der gesamten Familie das Haus ausgeräuchert.
Wir werden ein Brighid-Kreuz basteln und unsere neuen Kerzen weihen. Zu Essen wird es Pfannkuchen und Milchreis geben.
Außerdem werden wir, wenn das Wetter mitspielt, ein Feuer machen und sämtliche Julzweige und unseren Julkranz dem Feuer übergeben.
Natürlich wird ordentlich gerasselt und getrommelt, um dem Winter Beine zu machen.

Als passendes Märchen zu Imbolc fällt mir immer wieder "Schneeweißchen und Rosenrot" ein, es steckt wunderbar voller alter Symbole.

Im Netz habe ich noch von einem alten Brauch gelesen, der mir sehr gefällt und den wir hier bei uns sehr gut umsetzen können: das Wachrütteln der (Obst-)Bäume.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Unser Jul-Fest

Gerade Jul stellt für mich stets ein wichtiges Fest im Jahreskreis dar und ich genieße immer schon die vorweihnachtliche Zeit sehr. Die Stille, die Heimlichkeiten, die Spannung, das gehört alles für mich dazu und das möchte ich auch unserem Sohn mitgeben.
Die Wintersonnenwende haben wir in diesem Jahr am 24.12. gefeiert. Das ist natürlich nicht das "korrekte" Datum, doch noch finde ich Jan zu klein, um ihm zwei verschiedene Festtage zu erklären und der 24. ist auch ganz optimal, da Papa an diesem Tag höchsten halbtags arbeiten muß, so daß die Zeitverteilung viel angenehmer ist :-)

Ab dem 23. war das Wohnzimmer "Tabu-Zone", denn dort wurde alles von mir für die Feier vorbereitet: der Julbaum wurde geschmückt und auf der Kommode wurde eine Teelichtspirale gelegt. Am 24. wurden dann die letzten Vorbereitungen getroffen und zum Sonnenuntergang ging es mit Rasseln und Trommel nach draußen. Glücklicherweise hat das Wetter hervorragend mitgespielt, es war eiskalt und der Himmel war klar, so daß wir einen herrlichen Sonnenuntergang bewundern und das Licht verabschieden konnten. Jan hat schön gerasselt und ich getrommelt.
Wieder im Haus wurde nun erstmal etwas gegessen und anschließend wurde das gesamte Licht ausgeschaltet und wir sind mit einer einzelnen Kerze ins Weihnachtszimmer gegangen, wo ich zunächst die Teelichtspirale und dann die Kerzen an unserem Julbaum entzündet habe. Jan hat ganz fasziniert zugesehen und es war so schön, seine strahlenden Augen beim Anblick des Baumes zu sehen.
Wir haben den Moment noch auf uns wirken lassen und auch ein wenig gesungen, bevor dann auch das restliche Licht wieder eingeschaltet wurde und es an die unter dem Baum liegende Geschenke ging ;-)

PICT0024

Am nächsten Morgen bin ich alleine bei Sonnenaufgang raus, um das neue Licht zu begrüßen und habe etwas getrommelt und den Morgen auf mich wirken lassen.

Mal schauen, ob unsere zukünftigen Jul-Feiern weiterhin so ähnlich ablaufen werden oder ob sich mit der Zeit noch weitere/andere Elemente hinzugesellen. So war es in jedem Fall schon mal richtig schön!

PICT0671

Mittwoch, 12. Dezember 2007

...

Gerade die Julzeit ist bei uns auch immer die Zeit für Musik und mit Kind macht das gleich noch mal so viel Freude comes with ByteThumb  V 1.4 © Byteandi
Entweder singe ich Jan etwas vor (wobei er mittlerweile schon versucht "mitzusingen" à la "lalala") oder ich spiele die Lieder auf der Blöckflöte.

Unsere derzeitige Favoriten sind

- Es ist für uns eine Zeit angekommen

- Schneeföckchen Weißröckchen

- In meinem kleinen Apfel

- Der Winter ist ein rechter Mann

- Kling, Glöckchen, klingelingeling

Außerdem habe ich noch ein ganz nettes Gedicht gefunden:

"Grüne Tanne, grüne Tanne,
bald kommt wieder deine Zeit,
über eine kleine Weile
ist dein Festkleid uns bereit.

In dem Glanz der hellen Kerzen
kündest du uns neues Licht,
öffnest hell uns unsre Herzen
für der Sonne klares Licht.

Sonne bring uns neues Leben,
nimm die Sorge, nimm das Leid.
Grüne Tanne, grüne Tanne,
bringe uns die Sonnwendzeit."

Dienstag, 11. Dezember 2007

Elementekranz

In diesem Jahr haben wir uns wieder für verschiedenfarbige Kerzen auf unserem Elementekranz entschieden - gelb (naja, eher weiß ;)) für die Luft (und das Frühjahr), rot für das Feuer (und den Sommer), blau für das Wasser (und den Herbst) und grün für die Erde (und den Winter).
Wir halten es ja immer so, daß wir an dem entsprechenden Lichtsonntag, wenn die jeweilige Kerze entzündet wird, das Jahr noch einmal Revue passieren lassen und uns an besondere Geschehnisse zurückerinnern, die das jeweilige Jahresviertel geprägt haben.

Bisher hört Jan nur gespannt zu, wenn Andreas und mir irgendwelche Erlebnisse einfallen, doch ich denke, das wird auch für ihn mit den Jahren eine schöne Tradition werden, an der er lebhaft teilhaben kann.

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Sonntag, 18. November 2007

Samhain

Nun liegt es zwar schon wieder einige Tage zurück, dennoch möchte ich noch von unserem Samhain-Fest berichten.
Samhain geht bei uns immer über mehrere Tage und wird "etappenweise" gefeiert.
Zum Einstieg in die Zeit der Ahnen geht es am 31.10. immer in den Bochumer Tierpark, wo Halloween gefeiert wird. Allerdings richtig schön gemacht, nicht so kitschig, denn das wäre nicht wirklich was... Es werden Kürbisse geschnitzt, Geschichten erzählt, überall brennen Fackeln, Kerzen und Druidenfeuer. Es gibt nur ein "Problem": es ist mittlerweile viel zu voll! Andreas und ich waren vor drei oder vier Jahren dort, als diese Veranstaltung zum ersten Mal begangen wurde. Da war es klasse, weil eben nicht wirklich viele Besucher dort waren. Aber in den letzten beiden Jahren hat der Besucherstrom enorm zugenommen und es war ein einziges Kindergewusel ;) Egal, schön war's trotzdem und ich denke, hieran wird Jan in den nächsten Jahren noch mehr Freude bekommen.

Wir haben mit (oder besser: für *gg*) Jan auch einen Kürbis geschnitzt:

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Am 03.11. haben wir mit lieben Freunden zusammen das Ahnenfest gefeiert. Unser Platz hierzu ist ein See im Naturschutzgebiet Haard, d.h. wir sind vom Parkplatz aus mit Kind und Kegel (im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir hatten Bollerwagen und drei KiWas dabei) zu unserem Platz gelaufen. Das ist immer ein schöner Fußmarsch durch den herbstlichen Wald und wenn wir am See angekommen sind, gibt es zur Erdung erstmal leckere Getränke (Apfel-Hollersaft) und Backwaren (diesmal waren es Pflaumenwecken und Zimtschnecken).
Nach dem "Ankommen" entzündeten wir ein Feuer, d.h. Andreas hat sich darum gekümmert mit tatkräftiger Unterstüzung von Caitlins Tochter.
Die Kiddis hatten ihren Spaß beim Rumtoben und Kürbisschnitzen und die Kürbisse wurden dann auch mit nach Hause genommen, wo unsere hier im Vorgarten noch leuchten dürfen.

Jan war sehr fasziniert von den Kerzen, die unseren Kreis bildeten. Caitlin hatte Gläser bunt verziert und in diese Teelichter/kleine Kerzen gesetzt. Das fand Jan richtig gut und er wurde quasi magisch von diesen Lichtern angezogen und hat seine Fingerchen mitten in die Flamme gehalten und fand das so was von gut!

Auf dem Rückweg zum Auto wurde noch Laterne gelaufen, was im dunklen Wald natürlich auch noch eine besondere Atmospäre hat.

Unser Platz am See:

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Andreas macht mit Lory's Hilfe Feuer:

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Es brennt!

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Magische Flammen:

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Unsere Kürbisse:

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Und hier stehen unsere beiden kleinen Kürbisse an unserem Ahnenplatz im Garten:

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Donnerstag, 2. August 2007

Heidnische Kinderlieder

Bei Caitlins PaganKids kam das Thema auf, ob es spezielle heidnische Kinderlieder gibt. Mir sind spontan nicht unbedingt welche eingefallen, doch singen wir hier immer entsprechende passende Jahreszeiten-Lieder.

Hier mal eine Auflistung:

Im Frühjahr:
Kuckuck, Kuckuck - Es tönen die Lieder - Singt ein Vogel im Märzenwald

Im Sommer:

Trarira, der Sommer, der ist da

Im Herbst:

Bunt sind schon die Wälder - Spannenlanger Hansel - Der Herbst, der Herbst, der Hebst ist da.

Im Winter:

A a a der Winter der ist da - Schneeflöckchen, Weißröckchen

Gut gefällt mir auch "Im Märzen der Bauer" oder zu Imbolc "Winter ade". Generell passend finde ich "Die Jahresuhr" oder "Es war eine Mutter".

Welche Lieder fallen Euch zum Thema ein???

Dienstag, 19. Juni 2007

Der Mühlenelf

Heute per Post gekommen:

Der Mühlenelf von Folke Tegetthoff

Eine persönliche Meinung zum Buch kann ich noch nicht verkünden, doch mein erster Eindruck ist absolut positiv! Ganz kurz gesagt geht es um die Verbindung Feenwelt - Menschenwelt und wie diese wieder "aufbelebt" wird - durch Märchenerzähler, welche noch an die Existenz der Anderswelt glauben.

Rückseitentext:

">>Dort draußen, nicht weit von hier, gibt es Wesen so groß wie Riesen. Diese Wesen nennt man - Menschen. In ihrer Welt gibt es Häuser, die ganz anders aussehen als unsere. Graue Bänder durchziehen ihr Land, darauf rollen eiserne Ungeheuer dahin und stoßen Stinkwolken aus...<<
Fast wie ein Märchen hört sich das an, findet die kleine Elfe. Ob es diese Wesen wirklich gibt? Am besten wäre es ja, einfach nachzusehen und die Menschen kennen zu lernen...

Die Sonne schickt ihre letzten Strahlen über den Elfenwald. Langsam wird es still. Nur die kleine Elfe kann noch nicht einschlafen. Zu gern würde sie einmal die Welt der Menschen kennen lernen - aber ihre Freunde warnen sie davor: Erblickt ein Mensch das Spiegelbild einer Elfe, so verliert sie ihre Zauberkräfte und kann nie wieder in ihr Elfenreich zurückkehren. Doch Elfen, wie man weiß, sind neugierige Wesen und so beginnt ein großes Abenteuer... Für Kinder ab 4 Jahren.

Ein poetisches Kinderbuch der preisgerkönten Märchenerzählers Folke Tegetthoff. Mit vielen farbigen Abbildungen von Winfried Opgenoorth."


Ich freu mich schon auf's Vorlesen!


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